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Letzte Änderung:
17.11.2017, 21:43

 

Canon EFS 18-55 Objektiv

 

Nach einem Sturz aus ca. 0,5m Höhe auf das Objektiv kann dieses nun um die Ecke gucken. Blöd nur, dass der AF nicht mehr will...

 

 

Da es sich um das billige Kit-Objektiv handelt, soll eine Reparatur zumindest versucht werden. "Kaputt ist eh schon". 

Dafür habe ich das ganze Objektiv einmal geöffnet, was aber gar nicht notwendig war... siehe Unten.

Geöffnet wird das Objektiv am Flansch, an dem 4 schwarz brünierte Schrauben sitzen. Raus. 

 

 

Nun lässt sich der Deckel leicht anheben. Es müssen nun 3 Flexkabel entfernt werden, diese sitzen in einem ZIF-Sockel auf der Platine. Kurz mit einem Schlitzschraubenzieher die Verriegelung öffnen, und das Kabel rausziehen. 

Dann den Deckel etwas beiseite drücken, und die zwei Schrauben lösen, die die Platine halten. 

 

 

Nun lässt sich der Deckel abheben, hängt aber noch am Motor vom AF. Vorsichtig beiseite legen. 

Für die Demontage des Motors und des Getriebes müssen nur die beiden äußeren Schrauben raus. Dann lässt sich der Motor nach oben abnehmen. Die anderen Schrauben halten nur den Deckel.

 

 

Will man noch weiter auseinander, kann man die Gummierung außen runterziehen, darunter liegen drei Schrauben in einer Schnecke, die die Drehbewegung am Zoom in eine lineare Bewegung umsetzen. 

 

 

Hier gings leider nicht wirklich weiter. Also Rambo-Methode, und mit Gewalt versuchen. Alle Schrauben leicht angelöst, das weiche Plastik mit bemerkenswerter Unpräzision hilft auch mit, kurz Nachgedacht: Ziehen oder Drücken? Entschieden für "Ziehen am reingedrückten Teil", kurzes "Knack", und alles war wieder an Ort und Stelle. 

Der Zusammenbau ging dann relativ gut von der Hand. Wichtig ist, beim Einbau des Motors darauf zu achten, dass die Welle wieder richtig aufgesteckt wird. Relativ dünnes Plastik, bricht sicherlich auch schnell ab. Ein Wunder dass es so lange gehalten hat..

 

 

Tipps:

-Was unten liegt, kann nicht mehr runterfallen. Bei solchen Geschichten also eher auf dem Fußboden arbeiten. Da rollt keine Schraube weg. 

 

-Bei komplexeren Geschichten bei der Demontage Fotos machen, und wenn man die Möglichkeit hat, sofort ausdrucken. Alle rausgedrehten Schrauben steckt man dann durch das ausgedruckte Bild, und weiß so genau, wo sie hingehören. 

 

hbaar - 03/2013

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